"was bringt dir das? finanziell jetzt." die erste reaktion einer guten bekannten auf die neuigkeit, dass ich als rezept-tester an einem gut recherchierten, ehrlichen kochbuch mitarbeite. kein entgelt, die kosten für die zutaten und tools trage ich selber, alles in meiner verantwortung, noch nicht einmal ein belegexemplar ist in aussicht.
finanziell im minus, zeit investiert, was soll der scheiss?
es bringt mir die herausforderung mal nach einer fremden pfeife zu kochen, es bringt mir das gute gefühl zu unterstützen was ich gut finde, zu lernen.
die jungs von eatingasia bereisen die region, über die sie ein kochbuch machen, ewig lange und kommen mit den ursprünglichen, echten rezepten um die ecke. aus familien, aus straßenküchen, der echte kram halt. sie tauchen tief ein, öffnen sich der kultur, geben sich mühe die hintergründe der jeweiligen küche zu verstehen, die küche in sich aufzunehmen.
ziemlich eso angehaucht für meine verhältnisse, aber darauf stehe ich. zu wissen worüber ich schreibe, nicht nur zu schreiben um zu verkaufen. googelt eatingasia, folgt ihnen auf facebook.
unter dem label rezept-tester verkünde ich wie es weitergeht mit der geschichte. rezepte werden bald eintreffen, ich freu mich!
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Samstag, 13. Juni 2015
Samstag, 16. Mai 2015
pasta mare e monte al modo mio
nachdem ich meine cousine aus barcelona - 30 jahre nicht gesehen, spontan eine woche zu besuch gewesen - am flughafen verabschiedet habe, wusste ich nicht so recht wohin mit mir. was macht der marc wenn er sich sortieren muss? im zweifel kochen. die rückfahrt war wunderschön, mit tiefstehender sonne die gnädig die immer präsenter werdende industriekulisse wegblendete. dazu mein huey als soundtrack, läuft.
grillen? nö, zu spät, um 20 uhr schmeiß ich das ding alleine auch nicht an. steak? hmpf. dann kommt auf einmal ein foto von meiner geschätzen freundin laura (http://helden-des-auftritts.de/) mit ihren linguine in mango-tomaten sauce mit zucchini, frischen tomaten und scampi. diese details kamen dann später.
pasta und scampi fühlten sich gut an, ich habe die zucchini als avocados misinterpretiert und fand es großartigst.
nach einem rundgang durch den supermarkt fanden sich pasta, frische peperoncini, geräucherter speck, lachs, scampi und eine avocado im korb. irgendwas in mir wird schon was daraus machen.
zutaten:
250g pasta
ein stück bauchspeck, geräucherter
2 zwiebeln
peperoncini je nach gewünschtem schärfegrad
4 knoblauchzehen
garnelen (wenn's geht mit schale)
ca. 100gr frischen lachs
eine avocado
glatte petersilie
butter
olivenöl
schneidet dem speck die schwarte knapp weg, dann quer in zeigefingerdicke streifen schneiden, dann dritteln. nix mit brunoise geschnittenen und verpackten albernheiten aus dem supermarkt, man will ja was zu kauen.
in die pfanne damit, auch die schwarte, zwei finger hoch wasser dazu und dann auf 3/4 der leistung das wasser verdunsten lassen, dann auf 1/2 zurück und langsam bräunen lassen.
in der zwischenzeit die zwiebeln würfeln (wieder nicht brunoise, gibt nur matschepatsche), den knoblauch in dickere scheiben schneiden, die peperoncini entkernen und in nicht zu feine stücke schneiden.
wenn der speck ähnlichkeit mit dem foto hat, das stück das man sowieso probieren musste nicht zu matschig war, dann isser gut:

speck raus (schwarte kann drinbleiben), ein stück butter und einen schuss olivenöl in die pfanne, zeit für's insaporire der zwiebeln.
auf 1/3 hitze die zwiebeln von allen seiten mit fett bedecken, dann 15 minuten angehen lassen. nicht bräunen. ok, braun werden sie ein wenig weil die röststoffe des specks noch in der pfanne sind, aber sie sollen einfach nur weich werden und geschmack entwickeln.
zwiebeln raus, möglichst viel öl in der pfanne lassen, hitze ebenfalls lassen und knoblauchscheiben hineingeben. langsam leicht braun werden lassen. ich wende mit zwei gabeln, jede scheibe ein mal.
zu brauner knoblauch wird bitter, wenn er so aussieht wie auf dem foto ist die spitze des knoblauchs weg, er hat eine leichte süße und trotzdem hat er das charakteristische aroma. milder, sanfter, nicht so überlagernd.
raus mit dem knoblauch, so viel öl wie möglich drin lassen, wie alles andere beiseite stellen.
der lachs darf jetzt in die pfanne. auf 2/3 hitze. mir macht es nichts wenn er noch leicht glasig ist, das darf aber gerne jeder machen wie er lustig ist. in jedem fall wird der lachs ruhen gelassen, mit zitrone beträufelt.
{den ofen beim kochen auf 70° laufen zu lassen hilft ungemein um wartende zutaten warm zu halten}
er kommt nach dem durchmischen der pasta mit speck, knoblauch, peperoncini und zwiebeln dazu, gemeinsam mit den scampi und der avocaco obendrauf. lauwarm maximal.
glatte petersilie grob hacken, in einer schüssel mit fein gehacktem (nein. nicht pressen. das wird zu intensiv und bitter) knoblauch, olivenöl und einem quetscher zitronensaft mischen. das kommt über die scampi wenn sie fertig sind. picadilla nennt sich das in dem dorf aus dem ich bin.
nach dem ganzen gebrate in einer pfanne mit dem selben öl empfehle ich da öl zu sieben, die pfanne mit küchenpapier auszuwischen und frisches olivenöl zu benutzen.
- EXKURS / warum? ich mag doch sonst geschmackvolles fett so gerne?
die partikel, die sich bislang gesammelt haben tragen eine menge geschmack und geben diesen auch gerne ab, solange die hitze gemäßigt bleibt. scampi brauchen viel hitze, nur kurz von jeder seite. diese hohe hitze würde die partikel verbrennen und somit bitter werden lassen, außerdem will ich geschmacksspitzen im gericht haben. die scampi sollen nicht wie die nudeln schmecken. -
olivenöl zum rauchpunkt bringen, scampi rein (20 stück) und das gespritze wie ein mann ertragen. nach einer minute temperatur auf 1/2 und wenden, eine weitere minute und raus damit.
in eine schüssel, picadilla drüber (ja, mit schale), mischen und in den ofen zum warmhalten.
nudeln kochen bis sie kurz vor al dente sind, mit ein wenig restwasser in die pfanne zurück, zwiebeln, knoblauch und peperoncini dazu, sanft aber gründlich mit zwei gabeln durchmischen, bis die nudeln au point sind ziehen lassen.
auf tiefen tellern anrichten, scampi und lachs ansprechend darauf verteilen, zwei spritzer zitrone, frisch gemahlenen schwarzen pfeffer und glatte petersilie drauf (basilikum geht auch gut), fertig.
wie immer: der rand ist für den gast und fragen? fragen.
grillen? nö, zu spät, um 20 uhr schmeiß ich das ding alleine auch nicht an. steak? hmpf. dann kommt auf einmal ein foto von meiner geschätzen freundin laura (http://helden-des-auftritts.de/) mit ihren linguine in mango-tomaten sauce mit zucchini, frischen tomaten und scampi. diese details kamen dann später.
pasta und scampi fühlten sich gut an, ich habe die zucchini als avocados misinterpretiert und fand es großartigst.
nach einem rundgang durch den supermarkt fanden sich pasta, frische peperoncini, geräucherter speck, lachs, scampi und eine avocado im korb. irgendwas in mir wird schon was daraus machen.
zutaten:
250g pasta
ein stück bauchspeck, geräucherter
2 zwiebeln
peperoncini je nach gewünschtem schärfegrad
4 knoblauchzehen
garnelen (wenn's geht mit schale)
ca. 100gr frischen lachs
eine avocado
glatte petersilie
butter
olivenöl
schneidet dem speck die schwarte knapp weg, dann quer in zeigefingerdicke streifen schneiden, dann dritteln. nix mit brunoise geschnittenen und verpackten albernheiten aus dem supermarkt, man will ja was zu kauen.
in die pfanne damit, auch die schwarte, zwei finger hoch wasser dazu und dann auf 3/4 der leistung das wasser verdunsten lassen, dann auf 1/2 zurück und langsam bräunen lassen.
in der zwischenzeit die zwiebeln würfeln (wieder nicht brunoise, gibt nur matschepatsche), den knoblauch in dickere scheiben schneiden, die peperoncini entkernen und in nicht zu feine stücke schneiden.
wenn der speck ähnlichkeit mit dem foto hat, das stück das man sowieso probieren musste nicht zu matschig war, dann isser gut:

speck raus (schwarte kann drinbleiben), ein stück butter und einen schuss olivenöl in die pfanne, zeit für's insaporire der zwiebeln.
auf 1/3 hitze die zwiebeln von allen seiten mit fett bedecken, dann 15 minuten angehen lassen. nicht bräunen. ok, braun werden sie ein wenig weil die röststoffe des specks noch in der pfanne sind, aber sie sollen einfach nur weich werden und geschmack entwickeln.
zwiebeln raus, möglichst viel öl in der pfanne lassen, hitze ebenfalls lassen und knoblauchscheiben hineingeben. langsam leicht braun werden lassen. ich wende mit zwei gabeln, jede scheibe ein mal.
zu brauner knoblauch wird bitter, wenn er so aussieht wie auf dem foto ist die spitze des knoblauchs weg, er hat eine leichte süße und trotzdem hat er das charakteristische aroma. milder, sanfter, nicht so überlagernd.
raus mit dem knoblauch, so viel öl wie möglich drin lassen, wie alles andere beiseite stellen.
der lachs darf jetzt in die pfanne. auf 2/3 hitze. mir macht es nichts wenn er noch leicht glasig ist, das darf aber gerne jeder machen wie er lustig ist. in jedem fall wird der lachs ruhen gelassen, mit zitrone beträufelt.
{den ofen beim kochen auf 70° laufen zu lassen hilft ungemein um wartende zutaten warm zu halten}
er kommt nach dem durchmischen der pasta mit speck, knoblauch, peperoncini und zwiebeln dazu, gemeinsam mit den scampi und der avocaco obendrauf. lauwarm maximal.
glatte petersilie grob hacken, in einer schüssel mit fein gehacktem (nein. nicht pressen. das wird zu intensiv und bitter) knoblauch, olivenöl und einem quetscher zitronensaft mischen. das kommt über die scampi wenn sie fertig sind. picadilla nennt sich das in dem dorf aus dem ich bin.
nach dem ganzen gebrate in einer pfanne mit dem selben öl empfehle ich da öl zu sieben, die pfanne mit küchenpapier auszuwischen und frisches olivenöl zu benutzen.
- EXKURS / warum? ich mag doch sonst geschmackvolles fett so gerne?
die partikel, die sich bislang gesammelt haben tragen eine menge geschmack und geben diesen auch gerne ab, solange die hitze gemäßigt bleibt. scampi brauchen viel hitze, nur kurz von jeder seite. diese hohe hitze würde die partikel verbrennen und somit bitter werden lassen, außerdem will ich geschmacksspitzen im gericht haben. die scampi sollen nicht wie die nudeln schmecken. -
olivenöl zum rauchpunkt bringen, scampi rein (20 stück) und das gespritze wie ein mann ertragen. nach einer minute temperatur auf 1/2 und wenden, eine weitere minute und raus damit.
in eine schüssel, picadilla drüber (ja, mit schale), mischen und in den ofen zum warmhalten.
nudeln kochen bis sie kurz vor al dente sind, mit ein wenig restwasser in die pfanne zurück, zwiebeln, knoblauch und peperoncini dazu, sanft aber gründlich mit zwei gabeln durchmischen, bis die nudeln au point sind ziehen lassen.
auf tiefen tellern anrichten, scampi und lachs ansprechend darauf verteilen, zwei spritzer zitrone, frisch gemahlenen schwarzen pfeffer und glatte petersilie drauf (basilikum geht auch gut), fertig.
wie immer: der rand ist für den gast und fragen? fragen.
Samstag, 28. März 2015
alteneue zeiten
keine lust mehr den traum anderer zu leben. "guter" job, haus, statussymbole, frau, kind, langweilige musik und um 22 uhr im bettchen - das ist es nicht.
ich dachte dass ich durch das herbeiführen äußerer umstände automatisch zu diesem angekommen-gefühl komme. dieses rama-werbung-gefühl. lichtdurchflutete küche, morgens um 6, die ganze family ist gut drauf, duftende brötchen und der gut gelaunte hund. noch nichtmal der hund ist gut drauf und man fetzt sich wer zum bäcker geht.
ist das schlimm? es ist die realität. drei jahrzehnte bin ich diesem glück hinterhergerannt in dem glauben dass - wenn ich es nur hart genug versuche - ich es auch schaffen werde. dieses angekommen-sein gefühl zu haben.
bullshit. die realität sieht auch im besten falle anders aus. niemand steht morgens jubelnd auf, vielleicht war es ja sogar spät mit ein bisschen wein und die eltern haben sich erlaubt spaß zu haben bis zwei uhr.
macht ja nix. wenn ich nur nie versucht hätte immer perfekt zu sein. der druck macht einen mies gelaunt.
irgendwann habe ich dann verstanden dass es nur der druck ist der meine laune ruiniert. ganz gleich ob ich liegestütze mache, koche, fotografiere, sex habe oder im büro bin. perfektionismus ist scheisse.
irgendwann kam ich darauf - keine vier monate her - dass mich besitz (25.000€ später, das gesamte erbe meiner mutter in statuskacke verbraten) nicht glücklich macht, sogar belastet.
wie ich dazu gekommen bin? keinen plan. einfach passiert. ich war immer einer von denen die mit materiellem besitz leute beeindrucken wollte, neid hervorrufen wollte. habe ich sicher auch geschafft. beliebter hat mich das nicht gemacht. bis ich irgendwann neulich den tommy-tailored-anzug nicht mal mehr ausgepackt habe.
noch nicht einmal einen anflug von freude, egal wie kurzlebig, hat mir das perfekt aufeinander abgestimmte outfit für 2000€ gegeben.
zur gleichen zeit liefen mir themins über den digitalen weg.
ich schreibe das und versuche mich mich zu erinnern warum und wie ich zu den jungs gekommen bin. keine ahnung. ernsthaft. ich habe nicht nach rettung gesucht, minimalismus und ich - ich wusste nicht mal dass es sowas gibt.
ich schreibe das und versuche mich mich zu erinnern warum und wie ich zu den jungs gekommen bin. keine ahnung. ernsthaft. ich habe nicht nach rettung gesucht, minimalismus und ich - ich wusste nicht mal dass es sowas gibt.
die erkenntnis dass es andere menschen auf dieser welt gibt die dem allgemeinen traum hinterherrennen, ihn auch fangen, ihn leben und trotz aller statussymbole nicht glücklich sind, hat mich umgehauen.
wat? du fährst porsche, trägst 1000€-anzüge, hast ein filmreifes haus und bist nicht TOTAL glücklich? hey, du hast ne geile frau und ne süße tochter, was willst du noch?
glücklich sein. wenn ich sehe wie viele meiner arbeitskollegen am wochenende aus ihrem leben flüchten, ihre partner betrügen, verheimlichen, vor sich hin frustrieren, schauspielern - ist es das? ich bin das rolemodel des arroganten hedonisten. ich weiß wovon ich spreche. nicht einmal die yacht würde mich glücklich machen. das wissend habe ich alles losgelassen.
ich gehe jetzt mal ins bett, morgen möchte ich fit für meine tochter sein. das ist mir wichtig.
long time no see
ernsthaft? november der letzte eintrag? alter. seitdem ist ne menge passiert.
- ich wohne wieder alleine
- habe den minimalismus für mich entdeckt
- bin ein wenig gereist
- habe eine neue welt für mich entdeckt
davon ab wurde gekocht, fotografiert, in dem einen oder anderen restaurant gespeist. kann losgehen?
Montag, 10. November 2014
Soffritto
Zu viel und zu wenig ist darüber geschrieben worden, ich rüste mich für vernichtende Kritik und maße mir an den Sinn des Soffritto verstanden zu haben.
Hierbei geht es nicht um Röstaromen, sondern wieder einmal darum die verfügbaren, billigen Früchte des Bodens zu veredeln. Sprich essbar zu machen.
Man nehme Stangensellerie, Zwiebeln, Karotten (mindestens) und / oder Petersilienwurzel, Knollensellerie, Rote Beete sind auch erlaubt - was man an Wurzelgemüse gerade so hat. Letzteres gibt natürlich eine interessante Färbung.
Ziemlich dünn schneiden alles. In einer Pfanne mit großem Durchmesser den Boden mit Olivenöl bedecken und ein Stück Butter (die gute) hinzugeben, auf 1/4 Feuer erhitzen, das Gemüse hinzugeben und gut durchmischen, sodass jedes Stück mit Fett bedeckt ist.
Mindestens 15 Minuten in Ruhe lassen, dann durchmischen und wieder mindestens 15 Minuten in Ruhe lassen.
Es soll und darf nicht braun werden, nicht einmal leicht. Es soll nur weich werden und Geschmack entwickeln, insaporire sagt die Mamma dazu. Geschmackeln, quasi.
Damit ist die Basis für ganz akzeptable Soßen geschaffen. Schmeckt aber auch pur zu gezupfter Büffelmozzarella, dann mit ein wenig Salz, Pfeffer und wenn gewünscht Knoblauch abrunden.
Hierbei geht es nicht um Röstaromen, sondern wieder einmal darum die verfügbaren, billigen Früchte des Bodens zu veredeln. Sprich essbar zu machen.
Man nehme Stangensellerie, Zwiebeln, Karotten (mindestens) und / oder Petersilienwurzel, Knollensellerie, Rote Beete sind auch erlaubt - was man an Wurzelgemüse gerade so hat. Letzteres gibt natürlich eine interessante Färbung.
Ziemlich dünn schneiden alles. In einer Pfanne mit großem Durchmesser den Boden mit Olivenöl bedecken und ein Stück Butter (die gute) hinzugeben, auf 1/4 Feuer erhitzen, das Gemüse hinzugeben und gut durchmischen, sodass jedes Stück mit Fett bedeckt ist.
Mindestens 15 Minuten in Ruhe lassen, dann durchmischen und wieder mindestens 15 Minuten in Ruhe lassen.
Es soll und darf nicht braun werden, nicht einmal leicht. Es soll nur weich werden und Geschmack entwickeln, insaporire sagt die Mamma dazu. Geschmackeln, quasi.
Damit ist die Basis für ganz akzeptable Soßen geschaffen. Schmeckt aber auch pur zu gezupfter Büffelmozzarella, dann mit ein wenig Salz, Pfeffer und wenn gewünscht Knoblauch abrunden.
Sonntag, 9. November 2014
Sugo ai pepperoni fritti (Lecker Paprikasößken)
Was mache ich mit den Knabberpaprika, einem Apfel und den Datteltomaten? Oha! Noch zwei große Paprika und eine Tomate im Gemüsefach, leicht angerunzelt. Uiuiui.
(Eine von den großen Paprika behalte ich um sie nachher anzurösten und sie unpüriert mit Knoblauch und Zwiebeln hinzuzufügen.)
Spontan geht es in Richtung Chutney, also erstmal Olivenöl in die ofenfesten Formen geben, die Strunke weg, frische Chilis dazu, grobes Salz drüber und in den Ofen, Grill an und Röstaromen entwickeln lassen. Nicht dass das was mit Chutney generell zu tun hätte, geröstet ist für mich alten Südländer immer besser als blasses Gemüse.
In der Zwischenzeit die Reservepaprika, Knoblauch und Zwiebeln würfeln, in Olivenöl angehen lassen.
Angehen? Was zum Teufel meint der Typ damit?
Leicht bräunen. Dass Paprika, Zwiebeln und Knoblauch einen unterschiedlichen Bräunungspunkt (Deutsch ist eine tolle Sprache!) haben ist klar, oder? Einzeln angehen/anrösten/bräunen lassen, danach können die drei ruhig wieder zusammen in ein Schüsselchen.
Bei großen Paprika die Haut zu entfernen, wenn sie lange genug im Ofen waren (schwarz) ist ja eine Sache, aber bei 25 Knabberpaprika? Nö.
Also, Haut entfernen nach Lust und Laune, den Rest zum mixen in ein passendes Gefäß geben und mit einigen Tropfen gutem Essig laaange pürieren. Noch länger. Jetz is gut.
Probieren. Wenn es zu platt ist, keine Sorge. In einen Topf geben, mindestens 30 Minuten auf 1/4 Feuer ziehen lassen. Vom Feuer nehmen.
Paprika, Knoblauch und Zwiebeln aus dem Schüsselchen einrühren, Deckel drauf, währenddessen frische Petersilie grob hacken (ja, Stängel sind OK, die schmecken super), den Apfel häuten und auch hinzugeben.
Lässt sich gut in ausgekochte Gefäße füllen und lagern, für lecker Nüdelchen mit Hühnerbrust und Radicchio. Zum Beispiel.
(Eine von den großen Paprika behalte ich um sie nachher anzurösten und sie unpüriert mit Knoblauch und Zwiebeln hinzuzufügen.)
Spontan geht es in Richtung Chutney, also erstmal Olivenöl in die ofenfesten Formen geben, die Strunke weg, frische Chilis dazu, grobes Salz drüber und in den Ofen, Grill an und Röstaromen entwickeln lassen. Nicht dass das was mit Chutney generell zu tun hätte, geröstet ist für mich alten Südländer immer besser als blasses Gemüse.
In der Zwischenzeit die Reservepaprika, Knoblauch und Zwiebeln würfeln, in Olivenöl angehen lassen.
Angehen? Was zum Teufel meint der Typ damit?
Leicht bräunen. Dass Paprika, Zwiebeln und Knoblauch einen unterschiedlichen Bräunungspunkt (Deutsch ist eine tolle Sprache!) haben ist klar, oder? Einzeln angehen/anrösten/bräunen lassen, danach können die drei ruhig wieder zusammen in ein Schüsselchen.
Bei großen Paprika die Haut zu entfernen, wenn sie lange genug im Ofen waren (schwarz) ist ja eine Sache, aber bei 25 Knabberpaprika? Nö.
Also, Haut entfernen nach Lust und Laune, den Rest zum mixen in ein passendes Gefäß geben und mit einigen Tropfen gutem Essig laaange pürieren. Noch länger. Jetz is gut.
Probieren. Wenn es zu platt ist, keine Sorge. In einen Topf geben, mindestens 30 Minuten auf 1/4 Feuer ziehen lassen. Vom Feuer nehmen.
Paprika, Knoblauch und Zwiebeln aus dem Schüsselchen einrühren, Deckel drauf, währenddessen frische Petersilie grob hacken (ja, Stängel sind OK, die schmecken super), den Apfel häuten und auch hinzugeben.
Lässt sich gut in ausgekochte Gefäße füllen und lagern, für lecker Nüdelchen mit Hühnerbrust und Radicchio. Zum Beispiel.
Große Frikko
Resteverwertung. "Du has' hier noch Hack, dat muss weg!". Hm. Frikkos sind die naheliegende Lösung, obschon ich nicht so der Frikko-Macher bin. Warum eigentlich? Hmmmm.
Keine Eier im Haus, geht aber auch ohne, muss ja.
Eine Scheibe Toast mit einem Schluck Milch in eine Schüssel geben, Salz, Pfeffer und wonach einem gerade ist draufgeben - Chipotle-Chili, Tomatenmark, 25g Parmesan und frischer Thymian in meinem Fall.
Wichtig ist dass es alles so lange vermatscht wird, bis es sehrsehr fein ist. Viertelstunde ist gut, kein Witz. Habe ich von einer türkischen Hausfrau mal gelernt.
Den Gedanken an Frikkos hatte ich zu dem Zeitpunkt schon verworfen, frittierte Kügelchen lagen mir schon eher, dann kam die Idee, eine kleine Kastenform zum ersten mal zu gebrauchen. Opti. Kein Gerolle, die Form mit Olivenöl gefettet und rein mit dem Klumpen. Schön andrücken, glätten, ich habe noch drei Zweige Thymian eingebettet, muss aber nicht.
Lorbeerblätter alle 5cm stelle ich mir gerade auch interessant vor.
Eine dünne Schicht Olivenöl obenauf halte ich für wichtig, ist auch Teil des Sößchens das sich aus dem Sud ziehen lässt.
Ab in den Ofen, Ober-/Unterhitze, ganz nach unten, 150° für eine Stunde. Wie bereits häufiger erwähnt bin ich kein Freund von teurer Ausstattung als Bedingung, hier kam jedoch mein Fleischthermometer zum Einsatz, um sicherzugehen dass die Kerntemperatur über 80° liegt. Keine Späße mit knappem Hack.
Das Ergebnis - ich war darauf vorbereitet es wegzuwerfen - ist erstaunlich gut geworden, trotz der hohen Kerntemperatur.
Dazu noch die Soße. Man nehme die Flüssigkeit die in der Form ist, gebe sie in eine Kasserolle, füge 100ml Wasser, gewürfelte frische Paprika und einen Schuss (einen kleinen!) Balsamico hinzu, lasse es sanft köcheln für 15 Minuten und gebe es an (nicht auf) den Hackbraten.
Frischen Pfeffer und Petersilie am Tisch drüberstreuen.
Dazu? Leute, ehrlich jetz.
Keine Eier im Haus, geht aber auch ohne, muss ja.
Eine Scheibe Toast mit einem Schluck Milch in eine Schüssel geben, Salz, Pfeffer und wonach einem gerade ist draufgeben - Chipotle-Chili, Tomatenmark, 25g Parmesan und frischer Thymian in meinem Fall.
Wichtig ist dass es alles so lange vermatscht wird, bis es sehrsehr fein ist. Viertelstunde ist gut, kein Witz. Habe ich von einer türkischen Hausfrau mal gelernt.
Den Gedanken an Frikkos hatte ich zu dem Zeitpunkt schon verworfen, frittierte Kügelchen lagen mir schon eher, dann kam die Idee, eine kleine Kastenform zum ersten mal zu gebrauchen. Opti. Kein Gerolle, die Form mit Olivenöl gefettet und rein mit dem Klumpen. Schön andrücken, glätten, ich habe noch drei Zweige Thymian eingebettet, muss aber nicht.
Lorbeerblätter alle 5cm stelle ich mir gerade auch interessant vor.
Eine dünne Schicht Olivenöl obenauf halte ich für wichtig, ist auch Teil des Sößchens das sich aus dem Sud ziehen lässt.
Ab in den Ofen, Ober-/Unterhitze, ganz nach unten, 150° für eine Stunde. Wie bereits häufiger erwähnt bin ich kein Freund von teurer Ausstattung als Bedingung, hier kam jedoch mein Fleischthermometer zum Einsatz, um sicherzugehen dass die Kerntemperatur über 80° liegt. Keine Späße mit knappem Hack.
Das Ergebnis - ich war darauf vorbereitet es wegzuwerfen - ist erstaunlich gut geworden, trotz der hohen Kerntemperatur.
Dazu noch die Soße. Man nehme die Flüssigkeit die in der Form ist, gebe sie in eine Kasserolle, füge 100ml Wasser, gewürfelte frische Paprika und einen Schuss (einen kleinen!) Balsamico hinzu, lasse es sanft köcheln für 15 Minuten und gebe es an (nicht auf) den Hackbraten.
Frischen Pfeffer und Petersilie am Tisch drüberstreuen.
Dazu? Leute, ehrlich jetz.
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